Interaktion

Mitarbeitergespräche und Vorstellungsgespräch

Jede Person wird während ihrer beruflichen Laufbahn – bei der Stellensuche mit dem Vorstellungsgespräch, später dann mit Mitarbeitergesprächen – mit diesen beiden Gesprächsformen konfrontiert.

Mitarbeitergespräch

Das Mitarbeitergespräch stellt für den Vorgesetzten ein wichtiges Führungsinstrument dar. Aber auch aus Mitarbeitersicht ist es eine Chance, die Arbeitsbeziehung positiv zu beeinflussen. Das Mitarbeitergespräch gliedert sich in zwei Teile: Beim Rückblick wird Bilanz über die Aufgabenerfüllung und Zusammenarbeit gezogen. Die Vorschau dient dazu, Arbeitsschwerpunkte, Zielvereinbarung und Unterstützungsmassnahmen festzulegen.

Nachfolgend werden die wichtigsten Gesprächsarten noch genauer erläutert.

Zielvereinbarungsgespräch

Dieses Gespräch ist oft teil des Jahresgespräches, da oft Jahresziele definiert werden. Es muss von beiden Seiten gut vorbereitet werden. Der Mitarbeiter muss sich klar werden, was er will. Der Vorgesetzte muss schauen, dass er umsatzfördernde und motivierende Ziele definiert.

Qualifikationsgespräch

Weiterbildung ist unerlässlich, man darf nicht stehenbleiben. Mit diesem Gespräch wird überprüft, ob die Qualifikationen des Mitarbeiters noch mit dem Anforderungsprofil übereinstimmen. Es werden die Stärken weiter ausgebaut und Defizite durch Fördermassnahmen ausgeglichen.

Halbjahres- / Jahresgespräch

Das Halbjahresgespräch dient in erster Linie als Standortbestimmung unter dem Jahr. Das Jahresgespräch findet einmal pro Jahr statt. Der Inhalt ist im Kapitel Mitarbeitergespräch erwähnt.

Gehaltsgespräch

Der Mitarbeiter fühlt sich beim Gehaltsgespräch in der Position des Schwächeren, denn das ganze Unterfangen hängt vom Wohlwollen des Chefs ab, der „am längeren Hebel“ sitzt.

Vorstellungsgespräch – Aus Sicht des Personalchefs

Für eine optimale Gesprächsführung sind gewisse Vorkehrungen zu treffen. Nebst dem geeigneten Raum müssen auch die Mitarbeitenden informiert werden, damit es zu keiner Störung kommt.

Beim Gesprächsbeginn stellt sich der Personalchef selbst und das Unternehmen kurz vor. Ein kurzer Smalltalk hilft, dem Bewerber die Anspannung zu nehmen. Weiter legt er den Gesprächsverlauf dar. Im Hauptteil geht es um die Selbstpräsentation des Bewerbenden. Mit gezielten Fragen wird versucht, mehr über den Lebenslauf und die Motivation zu erfahren. Er versucht, mit gezielten Druck- und Stresssituationen herauszufinden, wie der Bewerber spontan reagiert. Beim Abschluss erfolgen eine kurze Bedankung des Personalchefs und Informationen zum weiteren Vorgehen.

Nach dem Gespräch hat der Personalchef über das weitere Vorgehen zu entscheiden. Er geht dabei aufs Gespräch zurück und reflektiert, wie der Bewerber ins Team passt und wie er mit Verdrehungen der Antworten und mit den Stresssituationen umgegangen ist.

Vorstellungsgespräch – Aus Sicht des Bewerbers

Wenn sich der Bewerber entschieden hat, sich für eine Stelle zu bewerben, so muss er sich gut dafür vorbereiten. Das heisst, er muss sich so gut wie möglich über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle informieren. Ausserdem muss er sich intensiv mit sich selbst beschäftigen. Wo sind die eigenen Stärken und Schwächen? Was bringe ich in Bezug auf die neue Stelle mit? Diese Vorkenntnisse bilden das Fundament für einen sicheren Auftritt.

Mit dem ersten Kontakt wird sich der Personalchef bereits ein Bild über den neuen Kandidaten machen. Deshalb ist es wichtig, freundlich zu sein, bei der Begrüssung in die Augen zu schauen und einen festen Händedruck zu haben.

Während dem Gespräch sollte präzise auf die Fragen geantwortet werden. Das Gespräch sollte die Form eines Austausches haben (kein Monolog!). Um das eigene Interesse zu zeigen, sollten vorgängig überlegte Fragen gestellt werden.

Nach dem Gespräch ist zu reflektieren, was im Unternehmen erreicht werden kann und was nicht. Spricht der Job nicht den eigenen Erwartungen, darf auch aus Bewerbersicht abgesagt werden. Bei einer Absage einer Unternehmung ist wichtig, die Gründe dafür zu notieren und selbstkritisch zu reflektieren und vor allem, den Kopf nicht hängen zu lassen.