Design

HCD + ISO9241-210

Human-Centered Design

IDEO beschreibt Human-Centered Design (HCD) als einen Prozess respektive ein Set von Techniken, um neue Lösungen wie Produkte, Dienstleistungen, Umgebungen oder Interaktionsmodi zu kreieren. „Human-centered“ heisst der Prozess deshalb, weil er beim Menschen beginnt. Er startet mit der Analyse von Bedürfnissen, Wünschen, Verhalten und Kontext der Personen, für welche Lösungen gebaut werden. Dabei wird versucht, die wahre Motivation der Personen zu verstehen (ideo, 2013). Ein Ansatz für HCD im Bereich von interaktiven Systemen wie Intranets ist die ISO 9241 Teil 210.

ISO 9241 Teil 210: Human-centered design processes for interactive systems

Die ISO-Norm 9241-210 wurde im 2010 als Ersatz für die ISO 13407 publiziert. Sie ist die Norm für nutzerorientiertes Vorgehen in Entwicklungsprojekten (ISO, 2010). Abb. 1 zeigt die Vorgehensweise nach der Norm.

ISO9241-210 by Soultank

ISO9241-210 by Soultank

Am Anfang wird der Nutzungskontext analysiert und bestimmt (1). Darauf basierend werden dann die Anforderungen spezifiziert, welche in die Konzeption des Systems einfliessen (2). Im nächsten Schritt werden die Lösungen in Form von Prototypen visualisiert (3) und mit repräsentativen Benutzern des Systems verifiziert (4). Der Grundantrieb des Prozesses ist die Iteration. Entwicklungszyklen (A,B) werden dabei mehrfach durchlaufen, bis das Ergebnis für die Benutzer befriedigend ist (soultank AG, 2013).

Quellen:

  • ideo. (2013). THE THREE LENSES OF HUMAN-CENTERED DESIGN. In Human Centered Design Toolkit. 2nd Edition (S. 6).
  • ISO. (2010). ISO 9241-210:2010. Abgerufen am 06.04. 2014 von iso.org: http://www.iso.org/iso/home/store/catalogue_tc/catalogue_detail.htm?csnumber=52075
  • soultank AG. (2013). Unser Prozess: ISO 9241-210. Abgerufen am 06.04. 2014 von soultank.ch: http://soultank.ch/content/was-wir-tun/vorgehen/unser-prozess-iso-9241-210/